Ein Kanu aus Beton!?

Den Beweis, dass Beton schwimmen kann, werden im nächsten Jahr wieder zahlreiche Teilnehmer der Betonkanu-Regatta antreten. Am 09. und 10. Juni 2017 ist es soweit: Bereits zum 16. Mal findet dann die Betonkanu-Regatta der deutschen Zement- und Betonindustrie statt – diesmal auf dem Frühlinger See in Köln. Teilnehmen können Studierende aus berufsbildenden Schulen, Fachhochschulen, Universitäten und anderen Institutionen, an denen Betontechnik gelehrt wird. Organisiert wird der sportliche Wettkampf – bei dem regelmäßig mehr als 1000 Teilnehmer in 100 Teams mitmachen – diesmal von BetonMarketing West. Wie gewohnt,  wird die Regatta in zwei Klassen ausgetragen: Während in der Wettkampfklasse möglichst leichte, aber gleichzeitig robuste Kanus mit Wanddicken von wenigen Millimetern gefragt sind, gilt es, in der offenen Wettkampfklasse mit originellen und witzig gestalteten Booten zu überzeugen.

Seit 1986 findet als Highlight der Zement- und Betonindustrie alle 2 Jahre die Deutsche Betonkanu-Regatta statt. Die Grundidee dieser Veranstaltung ist es, Studierende internationaler Ausbildungsstätten, Hochschulen und Universitäten rund um die Materie Beton in einen wissenschaftlichen, kreativen und sportlichen Wettbewerb zu stellen. Die teilnehmenden Teams sind aufgerufen, dem als Massivbauwerkstoff bekannten Baustoff Beton ein anderes Gesicht zu geben, indem aus diesem Baustoff mit innovativen Betontechnologien und individuellen Ideen funktionstüchtige Boote gebaut werden. Hinsichtlich des Charakters der Betonboote wird zwischen der sogenannten „Offenen Klasse“ und der „Wettkampf-Klasse“ unterschieden. Originalität ist eher beim Bau von Booten für die „Offene Klasse“ gefragt, denn hier gilt einzig und allein die Devise „Jetzt fahr’n wir übern See mit ’nem auffälligen, schwimmenden Gefährt aus Beton“. Die Herstellung von Booten für die „Wettkampf-Klasse“ hingegen obliegt strikten Rahmenbedingungen, beginnend bei den Beschränkungen hinsichtlich der Abmessungen der Boote, über Vorgaben zu Art und Menge der zu verwendenden Bewehrungsmaterialien bis hin zu einschränkenden Festlegungen zur Behandlung der Betonoberfläche. Schließlich sollen diese „Wettkampf-Boote“ nicht einfach nur schwimmen, sondern jeweils von zwei Teammitgliedern in Kanadiertechnik, sprich mit einem Stechpaddel geführt, über eine Rennstrecke - bestehend aus Gerade und Slalom - ins Ziel bewegt werden. Die Studierenden sind also gefragt, in Eigeninitiative ein Gesamtkonzept für ihr Boot zu erstellen, welches sie von der Planung bis zur Herstellung in einem festgelegten Zeitraum in Teamarbeit umzusetzen haben, um letztendlich die Tauglichkeit der Konstruktion auf dem Wasser unter Beweis zu stellen.

 

Weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen und Wettkampfregeln gibt es hier (externer Link).

 

 

 

Impressionen der letzten Regatta (Quelle: www.betonkanu-regatta.de):